Klimavorbehalt statt Finanzvorbehalt

Nach dem Shutdown aufgrund der Corona-Pandemie und der dadurch entstandenen klammen Haushaltslage der Gemeinde, können wir noch an diesem Antrag festhalten?

Wir Grüne in Perl finden: Ja, das können und müssen wir!

Diskutiert werden soll darüber bei unserem offenen Treffen am Dienstag, den 25. August 2020 ab 18:30 Uhr im Bistro Kelterhaus Perl.

Der Klima- und Artenschutz ist mehr denn je das wichtigste Zukunftsthema, dem wir uns nun verstärkt zuwenden sollten. Wie der Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC) von Oktober 2018 zeigt, ist eine Erderwärmung um 1,5 °C unbedingt zu vermeiden, um irreversible Folgen zu verhindern. Zwar hat Deutschland 2015 das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet und sich damit dem Ziel verschrieben, die menschengemachte Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, die gegenwärtige Klimapolitik aber steuert auf eine Erderwärmung um 3°C zu.

Mit dem Antrag der Grünen soll sich die Gemeinde Perl zu den Nachhaltigkeitszielen 2030 bekennen. Die drei Nachhaltigkeitsprinzipien des ökologischen, des ökonomischen und des sozialen Bereichs müssen gleichwertig das politische Handeln, sowie den Verwaltungsalltag bestimmen. Nicht allein die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde sind für ein Leben im Einklang mit der Natur und Umwelt verantwortlich.

Wir wollen unseren Kindern und Enkelkindern keine „Schulden“ im ökologischen Bereich hinterlassen. Neben die schwarze Null im öffentlichen Haushalt muss eine „grüne Null“ im ökologischen Bereich treten.

Deshalb soll die Gemeinde Perl zukünftig sämtliche Investitionsentscheidungen unter Klimavorbehalt stellen und die Belange des Klimaschutzes in die Prüfung aller Investitionsentscheidungen mindestens gleichwertig zu den wirtschaftlichen Belangen einfließen lassen. Die Einhaltung des Klimavorbehaltes soll jeweils gegenüber dem Gemeinderat belegt werden.

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