Verzicht auf Einwegkunststoff bei Veranstaltungen– Anschaffung eines Geschirrspülmobils

 

Plastikmüll in den Weltmeeren, Mikroplastik im Essen, Plastik im Wald. Es ist überall. Auch in der Gemeinde Perl. Wir Grünen wollen aktiv der Plastikflut entgegenwirken!

Auch die Europäische Union hat das Problem bereits erkannt und im März 2019 weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen den Plastikmüll beschlossen: In Deutschland und der gesamten EU sind ab 2021 Einwegprodukte aus Plastik, wie Teller und Trinkhalme, verboten. Um den Übergang zu alternativen Produkten reibungslos zu ermöglichen, sollen die EU-Vorgaben bereits 2020 weitestgehend umgesetzt werden.

Mit dem gemeinsam mit der SPD bereits am 02.12.2019 eingereichten Antrag wollen wir einen Verzicht auf Einweggeschirr aus Plastik bei Veranstaltungen erreichen und die Verwendung von Mehrweggeschirr fördern.

Nun droht das Verbot der EU in Kraft zu treten, ohne dass die Gemeinde Perl sich um Alternativen gekümmert hat. Wir Grünen finden Verbote aber nur sinnvoll, wenn es jedermann, insbesondere im Hinblick auf Kosten und Logistik, möglich ist diese einzuhalten. Daher halten wir an unserem Antrag fest und pochen auf eine schnelle Umsetzung.

Nach unserer Vorstellung soll die Gemeindeverwaltung verbindliche Regelungen schaffen, die Veranstaltern die Verwendung von Mehrweggeschirr oder abbaubarem Geschirr, z.B. aus Bambus, Holz oder Palmblättern, auferlegt.

Um Veranstalter durch diese Regelung nicht abzuschrecken oder zu belasten, soll die Gemeinde gleichzeitig ein Geschirrspülmobil anschaffen.

Das Geschirrspülmobil soll möglichst von einem ehrenamtlichen Verein betrieben und für öffentliche und vereinsgebundene Veranstaltungen in der Gemeinde Perl gegen eine möglichst geringe, aber angemessene Gebühr zur Verfügung gestellt werden. Die Gebühr soll Instandhaltungs- und Wartungskosten decken und sich bei den Gebührenpflichtigen durch den Verzicht auf Einweggeschirr amortisieren. Veranstaltern sollen keineswegs Mehrkosten entstehen.

Bei kommerziellen Veranstaltungen soll für das Geschirrspülmobil eine Nutzungsgebühr erhoben werden. Eine Vermietung soll generell nur gestattet werden, wenn in der Umgebung (ca. 30 km) kein gewerblicher Verleih für Geschirrspülmobile beanspruchbar ist.

Für die Finanzierung des Geschirrspülmobils sollen im Haushalt 30.000 € bereit gestellt werden. Außerdem soll sich die Gemeindeverwaltung bemühen Sponsoren für eine Beteiligung an der Anschaffung zu gewinnen.

Die Trendwende beim Plastik ist machbar! Alle Bürger der Gemeinde Perl können einzeln und vor allem gemeinsam einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Dabei müssen wir auch weiterhin, wie auch jetzt in der Coronakrise, aufeinander achten und uns gegenseitig möglichst unterstützen.

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